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Auf Sendung in 3… 2… 1… Livestream

Periscope, Facebook und YouTube Live – Das sind nur einige Plattformen auf denen wir uns live im Netz präsentieren können. Hierzu hat Christoph Knaup beim vergangenen Twittwoch in der Coffee Art Bar einen kurzen Einblick in die Welt des Livestreamings und deren Tücken gegeben.

Das Smartphone als Producer für den Livestream

Aufwendige Kameratechnik ist heutzutage nicht mehr von Nöten, wenn wir Bild und Ton ins Internet bringen wollen, denn Apps wie Periscope, Meerkat und Facebook Mentions machen das Smartphone zum mobilen Übertragungswagen. Die Frontkamera des Smartphone, ein externes Mikrofon sowie einen schnelle Internetverbindung reichen völlig aus, um von überall aus der Welt zu senden und mit den Zuschauern in Interaktion zu treten.

Zusatz zu Facebook Mentions: Facebook rollt gerade auch für Privatpersonen den Zugang zu ihrem Livestreamingdienst aus. Wer also ein verifiziertes Profil hat, der dürfte bald in den Genuss des neuen Dienstes kommen.

 

Mit YouTube Live zur eigenen Sendung

YouTube bietet seit Mitte 2015 auch in Deutschland das Livestreaming an. Neben dem Start von YouTube Gaming, das in direkter Konkurrenz zu Twitch TV steht, haben nicht nur die Gamer die Möglichkeit auf YouTube live zu gehen, sondern auch jeder, der einen eigenen Channel hat. Anders als bei Periscope und Co. stellt YouTube allerdings nur den Server zu Verfügung. Das heißt für das Encoding seid ihr selbst verantwortliche. Dies kann entweder Software oder Hardwareseitig umgesetzt werden. Folgende Encoder-Programme hat Christoph am Mittwoch empfohlen:

  • XSplit (Windows)
  • Open Broadcaster Software (Windows, Mac, Linux)
  • Wirecast / Wirecast Play (Windows und Mac)

Im Vergleich zu den Smartphone Apps bieten diese Programme einen viel größeren Funktionsumfang. Diese beginnt schon mit der Anzahl der Eingangsquellen, geht über die Option mit mehreren Ebenen (Layers) zu arbeitet und endet mit der Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten für das Streamingsignal. Damit ist es auch für jedermann möglich, mit etwas Übung eine professionelle Livesendung zu produzieren.

Thema Livestream beim Twittwoch Chemnitz

Ergänzende Technik.

Wer mit dem iPhone und mit einer der oben genannten Apps live gehen möchte, sollte sich unbedingt um einen angemessenen Ton kümmern. Hierfür kann ich das Shure MV88 empfehlen. Das digitale Kondensator-Aufsteckmikrofon wird über den Lightning-Anschluss mit dem iPhone verbunden und passt in jede Tasche. Alternativ können auch andere Mikrofone über einen TSSR-Adapter an das Smartphone angeschlossen werden.

Hardwareencoder mit einem direkten Internetzugang zum Beispiel über ein UMTS-Stick bieten eine interessante Einsatzmöglichkeit. Dadurch kann eine Spiegelreflexkamera in eine Livekamera umgewandelt werden. Zwei solcher Hardwareencoder, wie der Teradek VidiU Mini in Kombination mit einem iPad reichen, um einen Multikamera Livestream zu erstellen.

Schön war’s

An dieser Stelle schon mal einen herzlichen Dank für die interessante Diskussion am Ende der Veranstaltung. Diese hat noch einmal deutlich gemacht, welches Potential das noch junge Thema Livestream in Deutschland hat und auf welche Probleme wir hierzulande noch stoßen werden. Da das Thema Recht eine besondere Rolle gespielt hat, wird an dieser Stelle nicht weiter darauf eingegangen, sondern ein weiter Artikel dazu folgen.

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